BMW … und die lebensgefährliche Freude am Fahren!

Am Abend des 18. Januar 2013 kam es bei meinem neuen BMW zu einem katastrophalen Vorfall, der sich nach Ansicht des TÜV Süd, des ADAC München und des Bundeskraftfahramtes wegen der lebensbedrohlichen Folgen niemals hätte ereignen dürfen, denn mit Leichtigkeit hätte das Neufahrzeug von BMW Menschenleben kosten können. Wäre der Vorfall einer Mutter passiert, die ihr Kind mit aktiver Standheizung nur für einen kurzen Moment im Auto lässt, hätte BMW binnen Minuten ein Leben ausgelöscht und das Glück einer ganzen Familie zerstört.

Diese bedrohliche Tatsache stellt wohl für das Image von BMW eine derart große Gefahr dar, dass Verantwortliche wie der Aufsichtsratsvorsitzende Milberg und Vorstand Reithofer ein total erbärmliches Verhalten zeigen, das aus Sicht eines BMW-Kunden als unehrlich, würdelos und zutiefst kundenverachtend empfunden werden muss.

Nachdem das defekte Fahrzeug umgehend von BMW ins Werk zurückgeholt und durch einen Neuwagen ersetzt wurde, versucht man nun, die Ereignisse mit Stillschweigen zu belegen und die gesetzlichen Pflichten der Schadensregulierung zu ignorieren. Ganz gleich wie ängstlich und ehrlos die fraglichen Herren Milberg und Reithofer versuchen, die Ereignisse zu vertuschen - Tatsache ist, dass BMW die Verantwortung für eine hochgefährliche Situation zu tragen hat, die auch hätte tödlich enden können!

Im Rahmen der am 10. September 2014 stattfindenden Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Maulbronn berichtet diese Webseite darüber,

… wie lebensgefährlich die „Freude am Fahren“ mit einem BMW sein kann,

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… wie rücksichtslos und verachtend wir das Verhalten von BMW gegenüber dem Kunden erlebt haben,

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… und wie würdelos das Management von BMW meiner Meinung nach mit sich selbst und der Marke BMW umgeht.

Das lebensgefährliche Ereignis

Als ich am 18. 01.13 gegen 18 Uhr die Tür meines neuen BMW 525 öffne um in das Fahrzeug einzusteigen, schlägt mir eine massive Qualm-Wolke ins Gesicht, die dann als helle Rauchsäule in den Abendhimmel aufsteigt. Reflexartig drehe ich mein Gesicht zur Seite und kämpfe mit giftig beißendem Qualm in meinen Augen und Atemwegen. Das Innenlicht lässt dichten Rauch im gesamten Fahrzeug erkennen und ich vermute, dass der Neuwagen total ausbrennt. Der Innenraum war so massiv mit Rauch gefüllt, dass dieser beim Öffnen der Fenster überall austritt, an der Hauswand entlang aufsteigt und in gekippte Fenster der Bewohner eindringt.

Passanten versammeln sich um den qualmenden BMW und werden ebenfalls Zeugen der gefährlichen Situation. Ein Passant holt einen kleinen Feuerlöscher, andere raten Polizei und Feuerwehr zu alarmieren. Zunehmend bessere Sicht in das Innere des Fahrzeugs lässt erkennen, dass der Qualm über das Gebläse der Klimaanlage in den Wagen eindringt. Mittels Fernbedienung schalte ich die etwa 30 Minuten zuvor per Fernbedienung aktivierte Standheizung ab. Als der Qualm verzogen war, stehen Passanten, meine Familie und ich entsetzt vor dem Bild eines wie ausgebrannt wirkenden BMW. Noch heute werde ich im Supermarkt, an der Tankstelle oder von Ärzten auf das schockierende Ereignis angesprochen.

Gegen 18.30 Uhr informiere ich zunächst meinen BMW-Vertragshändler und anschließend den BMW Mobilen Service in München. Während der Telefonate spüre ich einen extrem stechenden Kopfschmerz, Hustenreiz, Atemnot und ein dumpfes, zunehmend schmerzhaftes Gefühl im Bereich des seitlichen Halsmuskels.

Der BMW Mobil Service München verständigt den BMW-Pannendienst, der kurze Zeit später eintrifft und sich vom Anblick sichtlich schockiert, den Vorfall ausführlich schildern lässt. Das intensive Begutachten des BMW und der örtlichen Situation ergab keinen Hinweis auf eine Ursache für die Qualm-Einleitung. Als der BMW-Pannenhelfer die Standheizung erneut aktiviert, leitet das Gebläse sofort wieder massiv Qualm in den Innenraum des BMW. Fluchtartig verlässt der BMW-Techniker den Wagen, fertigt ein Protokoll an und veranlasst die sofortige Abschleppung in die nahegelegene BMW-Werkstatt.

BMW Mobil Care Service

Obwohl der BMW Mobil Care Service für diese Situation die Bereitstellung eines Ersatzfahrzeugs vertraglich zusichert, wurde dieses nicht gewährt, weil die BMW-Mitarbeiter schon Zuhause waren. Auch am Samstag und Sonntag konnte wegen einer BMW-Verkaufsveranstaltung angeblich kein Ersatzfahrzeug bereitgestellt werden. Als ich den Vertriebsleiter der BMW AG in einem Telefonat hierüber informierte, reagiert dieser unangenehm berührt mit Stillschweigen. Es scheint wohl die Philosophie von BMW zu sein, geschädigte Kunden sich selbst zu überlassen und in Verkaufsveranstaltungen vollmundig Leistungen zu versprechen, an die man sich im Bedarfsfall nur ungern hält.

Die Ursache

Am Dienstag nach dem Vorfall wurde mir dann mitgeteilt, dass auch die Mitarbeiter der BMW-Werkstatt die Qualm-Einleitung in das Fahrzeug beobachten konnten und dass es sich um eine folgenschwere Fehlfunktion der ab Werk eingebauten Standheizung handelt. Hinsichtlich der Ursache wäre das Werkstatt-Team allerdings noch völlig ratlos. Tags darauf wurde ich informiert, dass es sich um einen Defekt der Dosierpumpe handelt – diese habe zu viel Dieselkraftstoff in die Brennkammer der Standheizung eingeleitet und anstatt sich sicherheitstechnisch automatisch abzuschalten, katastrophalerweise permanent Diesel verkocht und die hochgiftigen Abgase über das Gebläse in das Fahrzeuginnere geleitet.

Die BMW Kundenbetreuung

Seitens der BMW-Kundenbetreuung meldete sich ein Herr Dornbusch bei mir und hinterließ auf meiner Mailbox die Nachricht, dass er sich am gleichen Tag nochmals melden werde. Da dies nicht geschah, habe ich dann einige Tage später als geschädigter Kunde versucht, den BMW-Kundenbetreuer zu betreuen und diesen zu kontaktieren. Ein engagierter Kollege sagte, dass Herr Dornbusch im Büro nebenan sei und mich in den nächsten Minuten fest versprochen zurückrufen werde. Als kein Rückruf der BMW-Kundenbetreuung erfolgte, ahnte ich dass der gefährliche Vorfall verschwiegen, und der Dialog mit dem geschädigten Kunden vermieden werden soll. Die Vermutung, dass sich BMW offensichtlich auf sehr niederträchtige Weise seiner Verantwortung entziehen möchte, hat sich kurze Zeit später bestätigt. Der engagierte Ansprechpartner meines Autohauses hatte telefonischen Kontakt zum Leiter der BMW-Kundenbetreuung aufgenommen und mir von dem Gespräch berichtet.

Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass der lebensgefährliche Vorfall in der Führungsetage der BMW AG für großes Entsetzen gesorgt hat und so die zögerliche Haltung zu verstehen ist. Um diese Info richtig einzuordnen, habe ich nachgefragt, ob denn zu erwarten ist, dass der verängstigte BMW-Vorstand Reithofer irgendwann sein unsicheres herumstolpern in den Griff bekommt und verantwortungsbewusst handelt, oder ob ich weiterhin Zeuge eines ziemlich feigen, unwürdigen Schauspiels bin, bei dem sich drittklassige Ganoven mutlos in der Zentrale der BMW AG verstecken und ziemlich intelligenzfrei versuchen, eine höchst unangenehme Tatsache zu verschweigen. So sehr die BMW AG auch um ihr Image fürchtet, so sehr bin ich nicht bereit, diese dreiste Frechheit hinzunehmen. Bei dem Gespräch wurde mir allerdings klar, dass die ehrlose Haltung der BMW AG auch für das Autohaus eine sehr verachtende Situation darstellt.

Bis heute bin ich verwundert, dass sich die BMW-Manager so niederträchtig verhalten und sich ängstlich verkriechen anstatt offen und ehrlich eine unangenehme Situation professionell zu bearbeiten. Vor dem Hintergrund des äußerst fragwürdigen Verhaltens von BMW Chef Reithofer habe ich den Aufsichtsratsvorsitzenden der BMW AG, Herrn Milberg, in einer freundlichen Email um kommunikative Unterstützung gebeten, trotz gesalbter Worte konnte Milberg die menschenverachtende BMW-Strategie nicht beeinflussen.

Die Reparatur

Die defekte Dosierpumpe der Standheizung wurde ausgetauscht, das Fahrzeug chemisch gereinigt, einer intensiven Ozonbehandlung unterzogen und wieder zurückgegeben. Einfach war die Situation eine Woche nach dem bedrohlichen Vorfall für mich nicht, aber ich war dennoch guter Dinge, der Technik in meinem BMW wieder zu vertrauen.

Das Inhalationstrauma

Schon nach kurzen Fahrten mit dem reparierten Fahrzeug kam es zu Reizungen in Hals und Rachen, denen ich zunächst keine Beachtung schenkte. Nach einer längeren Fahrt jedoch spürte ich wie schon am 18. Januar eine starke Reizung der oberen Atemwege mit Hustenreiz, Atemproblemen und stechenden Kopfschmerzen. Als sich die Symptome weiter verschlimmerten, suchte ich einen HNO-Arzt auf. Nach einer ausführlichen Untersuchung diagnostizierte dieser sichtlich schockiert ein massives Inhalationstrauma, welches mit Bildern ausführlich dokumentiert wurde. Sofort erfolgte unter anderem eine intensive Kortison-Therapie und die Behandlung mit Inhalationssprays und Medikamenten.

Die Reinigung

Aufgrund der Gesundheitsgefährdung wurde der BMW wieder in die Werkstatt genommen, einer gründlichen Reinigung unterzogen und Tage später wieder ausgeliefert. Während der Rückgabe wurde mir mitgeteilt, dass ein leitender Mitarbeiter der BMW AG in München telefonisch darüber informiert hat,

dass es bereits vor dem 18.01. mehrfach zu Fehlfunktionen der Standheizungssoftware gekommen war,

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dass zur Sicherheit nicht nur die Dosierpumpe sondern die komplette Standheizung ausgetauscht werden muss, dies aber keine Gewähr bietet, da man den Grund dieser gefährlichen Fehlfunktion noch nicht verstanden habe,

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und dass man am nächsten Tag gerne ein Technik-Team aus München schicken möchte, welches mit entsprechendem Equipment die Fehlersuche unterstützt. Damit erklärte ich mich einverstanden unter der Voraussetzung, dass der ziemlich fragwürdig handelnde Herr Reithofer endlich sein unehrenhaftes Versteckspiel beendet und sich die BMW AG nicht nur für die defekte Technik, sondern auch für geschädigte Kunden interessiert. Mit der Anmerkung „das kann ich gut verstehen und würde es genauso machen“ konnte der leitende technische Mitarbeiter meine Haltung sehr gut nachvollziehen.

Die Kontamination

Da ich auch nach der erneuten, intensiven Reinigung sofort wieder mit massiven Atemwegsreizungen auf den BMW reagierte, habe ich durch Erkundungen versucht, mir die Situation zu erklären. Meine Recherche und Telefonate mit Spezialisten des TÜV Süd, des ADAC und Webasto haben ergeben,

dass es sich bei dem Treibstoff Diesel um ein „ziemlich wildes Gemisch“ handelt, dessen Abgase zweifelsfrei hochgiftig und stark krebserregend sind!

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dass sich die ins Fahrzeug eingeleiteten gesundheitsschädlichen Abgaspartikel in Textilien und Schaumstoffen des BMW ablagern und auf Veränderungen von Temperatur oder Feuchtigkeit immer wieder chemisch reagieren!

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dass durch den Vorfall das Fahrzeug kontaminiert wurde und als Emittent lebensgefährlicher Schadstoffe für Menschen in diesem Fahrzeug gilt.

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dass BMW derartige Schadstoff-Kontaminationen sicherlich sehr gut einschätzen kann, und es schon bemerkenswert ist, dass vor der erneuten Bereitstellung die Sorgfaltspflicht der Information des Kunden nicht erfüllt wurde.

Da ich nicht bereit war, die kundenverachtende Haltung von BMW zu akzeptieren und ein extrem gesundheitsschädigendes Fahrzeug weiterhin zu nutzen, habe ich BMW in einer Emailnachricht aufgefordert, sich der Situation umgehend anzunehmen. Vom Bundeskraftfahramt wurde mir mitgeteilt, dass man BMW aufgefordert habe, zu dem lebensgefährlichen Vorfall Stellung zu nehmen. Dabei hat der Mitarbeiter des Bundeskraftfahramtes in einem konstruierten Szenario dargestellt, warum es sich aus seiner Sicht um einen ziemlich lebensbedrohlichen Sachverhalt handelt.

Für mich ist es ein zutiefst menschenverachtendes Verhalten, ein eindeutig schadstoffbelastetes Fahrzeug zur weiteren Nutzung auszuliefern. Gegenüber meinem BMW-Vertragshändler erklärte ich, dass es an der Zeit ist, dass der ziemlich fragwürdig und schäbig handelnde BMW-Vorstand Reithofer sein höchst unangebrachtes Verhalten ändert, ein Minimum an Charakter zeigt und endlich jemanden in seinem Laden findet, der sich den Dingen mit einer Professionalität annimmt, die ihm selbst wohl völlig fehlt, da ich ansonsten Strafanzeige wegen Körperverletzung stelle.

DIE BMW AG

Tage später meldete sich telefonisch der Vertriebsleiter der BMW AG. Nach Schilderung der Ereignisse legte dieser in äußerst unangebrachter „Rambo-Manier“ großen Wert auf die Feststellung, dass seitens der BMW AG kein Grund besteht, den Vorfall zu bedauern oder sich für irgendetwas zu entschuldigen - offensichtlich hatte man den am wenigsten talentierten Mitarbeiter für ein längst überfälliges Kundengespräch ausgesucht. Dieser vermittelte mir ganz offen, dass die BMW AG fest entschlossen war, sich auf unverschämte Art der Verantwortung für den lebensgefährlichen Vorfall zu entziehen. Um dem ziemlich primitiv wirkenden Versuch der Kunden-Einschüchterung entgegenzuwirken meldete sich der wesentlich intelligenter und moderater auftretende Leiter der Kundenbetreuung, Herr Salomon, beschwichtigend zu Wort. Er äußerte Verständnis für meinen Unmut und bat freundlich um Erlaubnis, mit dem rechtlich zuständigen Vertragshändler die für alle Beteiligten unangenehme Situation regeln zu dürfen. Im Rahmen dieses Gespräches wurde vereinbart, dass ein Team von Technikern aus München das defekte Fahrzeug intensiv untersuchen kann. Diese Untersuchung habe ich aktiv unterstützt. Nachdem ich den beiden freundlich-engagierten Technikern die Vorkommnisse sowie auch das unwürdige Verhalten der BMW AG vor Ort geschildert hatte, zeigten die sich unangenehm berührt von dem erbärmlichen Verhalten der BMW AG.

Die Wandlung

Die technische Untersuchung an der zu diesem Zeitpunkt bereits ausgetauschten und neu programmierten Standheizung ergab laut BMW keine Auffälligkeiten. Ungeachtet dessen wurde der kontaminierte BMW ins Werk zurückgenommen und durch ein neues Fahrzeug ersetzt. Eine weitere Schadensregulierung wurde allerdings mit dem Hinweis abgelehnt, dass die technische Untersuchung der reparierten Standheizung kein Ergebnis gebracht habe. Es wurde abgelehnt,

die Kosten der medizinischen Behandlung in Höhe von 735,- EURO zu erstatten,

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ein Schmerzensgeld in Höhe von 500,- EURO zu gewähren,

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das nicht gewährte Ersatzfahrzeug und den Nutzungsausfall des kontaminierten Fahrzeuges anzuerkennen,

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die Kosten für den Einbau einer Handy-Ladekonsole zu erstatten.

Diese kundenverachtende Haltung von BMW war ich nicht bereit zu akzeptieren und selbst mein Ansprechpartner im BMW-Autohaus Melter sagte bei der Übergabe des zweiten Neufahrzeuges spontan, dass er nicht aufhören werde, für die anständige Schadensregulierung zu kämpfen. Seinen Bemühungen zufolge kam es am 30. August 2013 im Autohaus zu einem persönlichen Gespräch, bei dem sich ein leitender Vertriebsmitarbeiter der BMW AG auf sympathische und glaubhafte Weise offiziell bei mir entschuldigte. Er informierte mich darüber, dass für die noch ausstehende Schadensregulierung ein entsprechendes Budget freigegeben und von einem Kollegen der BMW AG gegengezeichnet wurde.

Im Rahmen der zugesicherten Schadensregulierung wurde seitens des BMW-Händlers allerdings für den Gebrauch des kontaminierten BMW eine Nutzungsentschädigung in Höhe von 6.145,- EURO gefordert.

Diese Nutzungsentschädigung wurde entgegen gesetzlichen Vorgaben mit einem ungünstigen Prozentsatz, mit Kosten für die Überführung und Zulassung, sowie mit einer zweifachen Mehrwertsteuer zum Vorteil von BMW falsch berechnet. Umgehend habe ich gefordert, die mehrfach falsche Nutzungsentschädigung zu korrigieren. Dies war nach Aussage des Autohauses nicht möglich, da die Berechnung gemäß strikter Vorgaben von BMW erfolgte.

Die zutiefst kundenverachtende Strategie von BMW

Da ich nicht gewillt bin, eine vorsätzlich falsch berechnete Zahlung zu leisten, ist BMW nicht gewillt, das Versprechen der Schadensregulierung einzuhalten. Somit kam es am 10.09.14 zu einer gerichtlichen Anhörung. Die Haltung der BMW AG ist, dass kein Vorfall stattgefunden hat, keine Fehlfunktion der Standheizung vorlag, kein Schadensereignis eingetreten ist und somit keine Pflicht zu Schadensregulierung besteht.

Das Autohaus Melter hat sich als verantwortlicher BMW-Vertragspartner nun freiwillig oder unfreiwillig der unwahrheitlichen Darstellung wie folgt angeschlossen:

Es wird bestritten, dass es an dem Neufahrzeug zu einem Fehler der Standheizung und einer Rauch-Einleitung gekommen war.
>> es gibt Zeugen des Vorfalls, ein Protokoll des BMW Pannenservice sowie die dokumentierte Abschleppung.

Es wird bestritten, dass es zu einem Inhalationstrauma gekommen ist und Kopfschmerzen Symptom eines lnhalationstraumas sind – ärztliche Atteste hätten keinen Beweiswert, da der HNO-Arzt bei dem Vorfall nicht persönlich anwesend war.

Es wird bestritten, dass die Dosierpumpe der Standheizung defekt war und dass die Werkstatt eine derartige Aussage gemacht hat.
>> auch hierfür gibt es Zeugen und Dokumentationen.

Es wird bestritten, dass für die Zeit der Reparatur ein Ersatzfahrzeug durch die BMW-Werkstatt zur Verfügung gestellt wurde.
>> BMW ist bekannt, dass für die Reparaturzeit und die nochmalige Reinigung ein Ersatzfahrzeug vertraglich dokumentiert zur Verfügung gestellt wurde.

Es wird bestritten, dass das Fahrzeug aufgrund der Krankheitssymptome erneut in die Werkstatt gebracht wurde.
>> das Fahrzeug wurde von einem BMW-Mitarbeiter abgeholt und dabei mit entsprechenden Formalitäten ein Ersatzfahrzeug übergeben.

Es wird bestritten, dass aufgrund des Inhalationstraumas auf die weitere Nutzung des Fahrzeugs verzichtet wurde.
>> BMW kann durch Nutzung der BMW TeleServices auf alle Fahrzeugdaten zugreifen und zweifelsfrei feststellen, dass der kontaminierte BMW nicht mehr genutzt wurde.

Es wird bestritten, dass es ein Gespräch mit Technik-Mitarbeiter der BMW AG gab.
>> es gibt auch hierfür mehrere Zeugen. Zudem ist der Mitarbeiter als Zeuge geladen.

Es wird bestritten, dass es bei meiner Recherche zur Schadstoffbelastung zum Kontakt mit dem ADAC, dem TÜV Süd, dem Hersteller Webasto und dem Bundeskraftfahramt kam.
>> wie kann BMW die Kontakte meiner Recherche bestreiten? BMW kann jederzeit zu dem Vorfall Akteneinsicht beim Bundeskraftfahramt nehmen. Zudem ist auch das Bundeskraftfahramt zur Gerichtsverhandlung geladen.

Es wird bestritten, dass es sich bei der Lieferung des zweiten Neufahrzeuges um eine Wandlung handelt. Es erfolgte eine Inzahlungnahme aus Kulanz wegen angeblicher Mängel die gar nicht vorgelegen haben.
>> auf dem Bestellformular für das Neufahrzeug sind die Begriffe Wandlung, Kapitalrückerstattung, Nutzungsentschädigung und medizinische Kosten vermerkt.

Offensichtlich soll nicht passiert sein, was nie hätte passieren dürfen und genauso offensichtlich wird man als geschädigter Kunde Zeuge eines absolut erbärmlichen Schauspiels, bei dem die BMW AG das zu erwartende menschliche Niveau und jegliches Verantwortungsgefühl vermissen lässt. Herr Milberg und Herr Reithofer sollten sich an Gesetze halten und unangenehme Schadenssituationen mit Anstand in Ordnung bringen, anstatt sich der Verantwortung für das Unternehmen und seinen Kunden zu entziehen.

Stattdessen versucht man die Schadensregulierung zu vermeiden und den Vorfall sowie die damit verbunden Ereignisse komplett als Lügen darzustellen. In einer persönlichen Emailnachricht habe ich BMW-Aufsichtsrat Milberg und BMW-Vorstand Reithofer gefragt, ob unangenehme Situationen zu ignorieren und verleugnen zur Philosophie von BMW gehört und ob dies auch in den Familien praktiziert und den Enkelkindern vermittelt wird? Diese Frage könne mit Bitte um Verständnis, wegen des laufenden Verfahrens nicht beantwortet werden! Verständnis für die unwürdige Machart hab ich überhaupt nicht! Der freundlichen Bitte um etwas Mitleid würde ich an einem guten Tag vielleicht entsprechen!

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Nun, ich habe keine Ahnung wie sicher Recht in einem Gericht aufgehoben ist und niemand kann sagen, wie am Ende der Prozess ausgeht – ich hoffe ganz einfach, dass die Wahrheit funktioniert! Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist das Dümmste was man machen kann,

… gutgläubig verachteter Kunde von BMW zu sein!


Die für den 26. September 2014 vorgesehene Urteilsverkündung des Amtsgerichts Maulbronn wurde aus personellen Gründen auf den 31.10 und anschließend auf den 28.11.2014 verschoben – derzeit ist das Urteil entweder in Ausfertigung oder erneut verschoben.

Im Rahmen einer aktuellen Information zum Sachstand des Verfahrens wurde am 14.04.2015 mitgeteilt, dass aus gesundheitlichen Gründen ein Wechsel des Richteramtes erfolgt ist.

Der nun für das Verfahren zuständige Richter am AG Maulbronn wird baldmöglich das richterliche Ergebnis der Anhörung mitteilen.

Kommentare

Ihre Meinung dazu ...

Name

Anette Stegner - 08. September 2014

Hallo, als jahrelange Kundin unseres Autohauses hab ich eine ähnliche Erfahrung gemacht. Ich wurde angerufen und freundlich hofiert, bis ich meinen alten BMW in Zahlung gegeben hatte und ein neues Fahrzeug gekauft hatte. Und als der neue BMW X1 immer wieder Fehlermeldungen an der Elektronik zeigte und ich immer wieder in die Werkstatt musste, war es mit dem freundlichen bemühen und umsorgen ganz plötzlich vorbei. BMW macht einen auf sehr freundlich und total Kundenorientiert bis man ein neues Auto gekauft hat. Danach sollst Du weiteren Umsatz machen, aber nicht mit Problemen kommen, sonst bist Du nur noch ein nervender Kunde. Mein Mann fährt einen Volvo und die sind längst nicht so ignorant und arrogant wie BMW. Gott sei Dank war mein Problem nicht so gefährlich wie Ihr Erlebnis, aber auch bei mir war hartnäckiges nicht nachgeben, bitter beschweren und eine Drohung meines Mannes das einzig richtige und am Ende erfolgreich. Mein nächster Wagen wird sicher kein BMW mehr sein. Alles Gute für Sie. Mit freundlichen Grüßen Anette Stegner.

Ralph P. Obersteiner - 09. September 2014

Hallo Joe,

ich habe dieses kundenverachtende Gehabe seitens der BMW AG im Jahr 2013 ebenfalls hautnah erlebt.

Ein BMW 640d / F13 aus dem Jahr 2012 - ursprünglich einmal mein Traumauto - hatte sich als nur so vor Mängeln strotzende Dreckskarre (Entschuldigung für den deftigen Ausdruck, aber der trifft es eben auf den Punkt) entpuppt. Werkstattaufenthalt jagte Werkstattaufenthalt. Bis es mir nach 1 1/4 Jahren einfach zu bunt wurde. Ich habe dann die Wandlung des Fahrzeuges durchgesetzt. Dabei sollte auch ich mit fernab der gültigen Rechtsprechung positionierten Kalkulationen der BMW zu deren eigenen Gunsten kräftig über den Tisch gezogen werden. Das habe ich jedoch zu verhindern gewußt.

Bei meinem und Deinem Fall wird deutlich, dass dieses kundenverachtende Verhalten von BMW Methode hat:

1. BMW gewährt keine Werksgarantie

Entgegen nahezu fast alle anderen Autoherstellern.

2. Das hält den Kunden schön auf Distanz.

Die BMW AG kann so aus dem Hintergrund bestimmen, was von der Werkstatt gemacht wird. Natürlich so, dass die nach Kosten- und nicht nach Kundengesichtspunkten abgestuften Reparaturfreigaben dazu führen, dass der Kunde wegen eines Mangels gleich mehrfach in die Werkstatt muss, bis das Thema (vielleicht) erledigt ist. Die BMW-Werkstätten dürfen dann den Ärger der unzufriedenen Kunden ertragen. Die BMW AG hält sich fein heraus.

3. Der BMW-Qualitätsbrief - ein abgefeimtes System.

Die meisten Mängelbeseitigungsversuche habe ich von einer BMW-Werkstatt in meiner Nähe durchführen lassen. Nicht bei dem Händler, bei dem ich das Fahrzeug erworben hatte. Anläßlich der Wandlung vollumfänglich mit dem Sachverhalt konfrontiert, hieß es von dort auf einmal: "... aber da hätten Sie doch von Anfang an mit zu uns kommen müssen ..."

Auszug Originaltext "BMW-Qualitätsbrief":

"3. Ansprüche auf Mängelbeseitigung kann der Käufer beim verkaufenden BMW Vertragshändler bzw. der verkaufenden BMW Niederlassung sowie bei jedem weiteren vom Hersteller anerkannten Betrieb** geltend machen."

Nicht viel wert, wie man im Streitfall dann als Kunde bemerken muss.

Verstärkt wird dieser Eindruck dann noch bei der Abwicklung einer Wandlung. Die BMW AG, die bisher mitteilte, - man sein für die Mängel nicht zuständig, ich hätte das Auto ja schließlich bei einem BMW-Händler und nicht bei der BMW AG selbst gekauft -, (Aussage des wenig freundlichen BMW-Kundenservice der BMW AG am Telefon: "Schauen Sie doch mal in Ihren Kaufvertrag, wer dort als Vertragspartner steht. Was wollen Sie eigentlich von uns?") bestimmt aus dem Hintergrund jedes Detail der Wandlung mit. Stille Post zwischen BMW, dem Händler und mir vom Feinsten. Und bestens dazu geeignet, aus einem klaren Fall (und einem Händler, der genau diese meine Ansicht teilte), eine langatmige und komplizierte Veranstaltung zu machen.

Da fragt man sich bei Blick auf die BMW-Händler und deren Entscheidungsspielräume:

Wer ist da eigentlich der Unternehmer?

Ende gut alles gut: Nie mehr BMW - nicht einmal als Mietwagen!

Viel Erfolg bei Deinem Prozess. Ich hoffe, Dir widerfährt Gerechtigkeit.

Liebe Grüße

Ralph

Monika H. ( Neu-Ulm ) - 11. September 2014

Schrecklich solch eine Story zu lesen...
meinen denn große Konzerne wie BMW wirklich, sie können einfach ohne Rücksicht auf einzelne Kunden ein Geschäftsgebaren an den Tag legen, das so abstoßend ist und dem jegliche Moral fehlt?

Klar, in der Gesamtzahl wirkt sich ein einzelner Kunde nicht aus, aber irgendwann erreicht auch das die Bilanzen eines Großkonzernes. Gerade in der heutigen Zeit, wo sich jeder vor dem Kauf eines Großgerätes und insbesondere eines Autos erst mal ausführlich im Internet informiert.

Ich habe heute alleine 10 Foren gefunden, in denen immer wieder von Kundenverachtung und schlechten Erfahrungen in Zusammenhang mit BMW die Rede ist. Sicher gibt es auch positive Erfahrungen, aber ich möchte doch nicht der nächste Kunde sein, der bei auftretenden Problemen ein solch schreckliches Verhalten über sich ergehen lassen muss!

Ich hoffe sehr, dass die Entscheidungsträger und Zukunftsgestalter in der oberen BMW-Etage diesen Artikel von Anfang bis Ende lesen und ich hoffe, dass sich in ihnen ein Fünkchen Anstand regt und ein Gewissen, das ihnen klar macht, dass am anderen Ende der langen Kette "Automobilkonzern" noch immer ein Mensch ist - ein Mensch, der doch einfach nur anständig behandelt werden möchte,so wie Sie, Herr Milberg und Sie, Herr Reithofer dies als Kunde auch erwarten!

Viel Glück und vor allem Gerechtigkeit!!!

Dr. Maurice Berntrupp - 13. September 2014

Guten Tag,

mein Kommentar! Wenn sich das Individuum im Streben um Macht, Ansehen und Wachstum von seiner Gesellschaft entfernt, spielen nicht nur Wahrheit und Anstand, sondern auch die Gesundheit oder gar das Leben des Einzelnen wohl keine große Rolle und Herr Putin scheint mir nicht das einzige Beispiel hierfür zu sein. Ja, auch ich finde dass wenn BMW sich so verhält, die Menschen der Konzernleitung nicht nur den Kunden sondern in erster Linie sich selbst verachten und entehren.

Alles Gute wünscht Ihnen Dr. Maurice Berntrupp.

Heiko H. - 17. September 2014

Im Jahr 2007 sorgte die von der ARD/NDR ausgestrahlte TV-Dokumentation: "Das Schweigen der Quandts" für ungewöhnlich großes Aufsehen. Eine breite Öffentlichkeit erfuhr nun erstmals wie die Familie Quandt, u.a. Hauptaktionär der BMW AG und mit geschätzten 20 Milliarden Euro eine der reichsten Familien Deutschlands, zu ihrem unerhörten Reichtum gelangt ist.

Wer diesen Film gesehen, ergänzend hierzu den Artikel: "Vermögend im Dritten Reich" vom 19.Sept. 2013 in der "süddeutschen de" gelesen hat und nun mit Ihrer erschreckende Schilderung konfrontiert wird, der kann sich nur schwer des Eindrucks erwehren, daß sich im Management der BMW AG und damit im direkten Einflußbereich der Familie Quandt eine ganz bestimmte Denkhaltung bis in unsere Zeit hinüber gerettet hat.

"Erst kommt der Profit - dann die Moral"

Volker M. - 03. Oktober 2014

Es ist natürlich betrüblich zu erfahren wie mit einem Kunden in dem Vorzeigeleistungsland Deutschland verfahren wird. Das Anliegen eines unzufriedenen Verbrauchers mit einem Mangel wird selten positiv entsprochen. In dieser unserer Ellenbogengesellschaft sind diese Fälle leider inzwischen die Regel und keine Ausnahme. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei dem anstehenden Verfahren.

Sie werden uns bestimmt berichten. Alles Gute!

Joerg Hauck

Hallo Volker - besten Dank für Ihre Anmerkung. Ja, als BMW-Kunde ist man beim Münchner Autobauer wohl nur solange gerne gesehen, wie man bereit ist, teures Geld auf den Tresen zu legen und sich bei Problemen lautlos zu verhalten. Kommt es dann zu einer Wandlung, scheint es bei BMW systematische Vorgehensweise zu sein, geltendes Recht zu missachten und den Kunden freundlich verachtend zu benachteiligen. Kommt die Sache dann zur Sprache ist man verwundert, wie ängstlich und ehrlos die Figuren Axel Milberg, Norbert Reithofer und das Autohaus Melter in den menschlichen Niederungen anzutreffen sind – da hat wohl jeder KFZ-Mechaniker mehr Anstand und Benehmen wie Milberg und Reithofer zusammen. Wenn ich Mitglied der Familie Reithofer, der Familie Milberg oder Mitarbeiter der BMW-Kundenbertreuung wäre, würde ich mich für das unehrenhafte Verhalten zutiefst schämen!

Ja, wir werden über die gerichtliche Entscheidung und den weiteren Verlauf der Dinge berichten – auch Ihnen Volker, wünschen wir alles Gute!

R. Adner - 24. Juni 2015

Wünsche Ihnen viel Erfolg und Kraft.

Thomas Schweighöfer - 06. Oktober 2015

Da ich bei den Autobauern arbeite bin ich mir der fehlenden Qualität "made in germany" bewusst. Als Ingenieur mache ich da nur noch Dienst nach Vorschrift. Die Autos sind ihren Preis in keinster weise Wert. Auch die teuerste Variante wird nach dem mindest möglichen Standard gefertigt. Wie minderwertig die verbauten Komponenten sind wissen die Kunden ja nicht und schliesslich genügt es ja nur den Schein von Qualität zu wahren.

Der Slogan im Einkauf lautet ja nicht umsonst "So gut wie nötig, so schlecht wie irgend wie möglich". Ich bin bei einem guten Zulieferer gelandet wo man noch als Mensch behandelt wird. Bei den Autobauern läuft man ja nicht mal unter Personalkosten, sondern unter Materialkosten. So kann man Externe Mitarbeiter steuerlich als Investition absetzen. Um die Moral ist es bei den heimischen Autobauern schon lange geschehen. Ich empfehle günstigere europäische Modelle.

Joerg Hauck - 13. Oktober 2015

in der vergangenen Woche habe ich einen ziemlich bedrückenden Bericht über Leiharbeiter in der Automobilbranche gesehen. Mein Fazit - ganz egal ob Mitarbeiter oder Kunde - der Mensch ist für die Autobauer ein notwendiges Übel.

Umso mehr freut es uns aufrichtig, dass Dein neuer Arbeitgeber seine Mitarbeiter zu schätzen weiss!